BOINC

aus BOINC FAQ, der freien Wissensdatenbank

BOINC ist die Abkürzung von Berkeley open infrastructure for network computing, was soviel bedeutet wie Berkeleys offene Infrastruktur für verteiltes Rechnen.

Was ist BOINC?

BOINC wurde nicht entwickelt, um wissenschaftliche Arbeit zu verrichten. Vielmehr ist BOINC eine quelloffene Software-Architektur, welche viele verschiedene wissenschaftliche Anwendungen unterstützt. Sie dient als Plattform für die Programme, mit denen Forschung betrieben wird, und nimmt diesen allgemeine Aufgaben ab, die sonst von jedem Projekt selber umgesetzt werden müssen. Somit müssen die Projekte "das Rad nicht immer wieder neu erfinden" und können sich mehr der Entwicklung der eigentlichen wissenschaftlichen Anwendungen widmen, was nicht zuletzt Kosten spart.

Durch BOINC wird es den Teilnehmern möglich, bei mehreren BOINC-Projekten gleichzeitig teilzunehmen. So kann man die ungenützte Rechenzeit beispielsweise zu einem Teil der Suche nach ausserirdischer Intelligenz (SETI@home) beisteuern und zu einem anderen Teil der Gravitationswellen- (Einstein@home) oder Klimaforschung (ClimatePrediction.net). Immer mehr interessante Projekte setzen die BOINC-Infrastruktur ein und erlauben somit, auf eine einfache Art und Weise wissenschaftliche Forschung zu betreiben. Die BOINC-Clientsoftware, die der Teilnehmer auf seinem Computer installiert, übernimmt dabei grundsätzliche Aufgaben wie die Kommunikation mit den Projektservern und teilt die Rechenzeit nach den Einstellungen des Teilnehmers den einzelnen Projekten zu.

Wenn ein Projekt eine neue Version seiner wissenschaftlichen Anwendung herausgibt, müssen die Teilnehmer diese nicht umständlich selbst herunterladen und installieren. Dies wird automatisch von der BOINC-Clientsoftware übernommen.

Siehe auch

'Persönliche Werkzeuge